Wettbewerbe im Fach Technik

technology moves

Man muss Niederlagen auch eingestehen können. Unser Versuch, eine überregionale Technikolympiade im Stile der naturwissenschaftlichen Olympiaden aus Biologie, Chemie und Physik zu etablieren, ist nach mehreren Startversuchen grandios gescheitert. Eine eindeutige Ursache konnten wir nicht zuordnen. Es scheint eine Gemengelage aus erfolgloser PR, unterentwickelter Motivation der Zielgruppen und der riesigen Anzahl an Wettbewerben und Projekten zu sein, die eine Schule im Laufe eines Jahres heimsucht.

Aber wie sagt ein indianisches Sprichwort so schön: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd tot reitest, dann steige ab." In diesem Sinne ziehen wir (vorerst) einen Schlussstrich und versuchen es vielleicht später noch einmal.

Wir danken allen Unterstützern - besonders Vestas Blades in Lauchhammer und dem Absolventen Lukas Baron - für die gute Zusammenarbeit.

I belief, "Ei" can fly ...

 

Auch im Fachbereich WAT/Technik wurde der 20. Geburtstag unseres Gymnasiums zünftig gefeiert. Wir ließen jedoch nicht die Puppen tanzen sondern Eiern fliegen.

Doch bevor die kühnen Konstrukteure ans Werk gehen konnten, mussten Sie einen MC-Test (multiple choice) zu allgemeinen bis sehr speziellen technischen Dingen des Alltags überstehen. Man kann in den folgenden Bildern die gesteigerten Hirnaktivitäten förmlich sehen.

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Dann ging es ans Konstruieren. Die Aufgabe lautete: "Verpacke ein rohes Ei so, dass es einen Sturz aus großer Höhe unbeschadet übersteht." Dabei durften lediglich fünf Papprollen (aus dem Innern von Toilettenpapier), eine kleine Mülltute, etwas Bindfaden und zu Befestigungszwecken Klebeband und ein Klammeraffe Verwendung finden. Die erste Testhöhe war übrigens lediglich 50 cm hoch, was den Hobbypiloten unter den Konstrukteuren natürlich arge Kopfschmerzen bereitete. Die Flugzeit war viel zu kurz, um einen Fallschirm wirksam zu entfalten. So entstanden Airbags und sehr wirksame nachgiebige Konstruktionen, um das Problem zu lösen.

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Nun ging es ums ganze (Ei). Die Konstrukteure brachten nacheinander ihre Flugapparate auf die Testhöhe, ließen sie los und bangten um die Unversehrtheit des Transportgutes. Nach jedem Aufschlag überprüfte eine Jury, ob das Ei noch den Kriterien (kein sichtbarer Austritt von Eiweiß/Eigelb) entsprach und damit die Qualifikation für die nächste Fallhöhe erreicht werden konnte. Nach kurzer Zeit reichte es nicht mehr aus, auf einen Tisch zu steigen, um die Leistungsfähigkeit der genialen Konstruktion nachzuweisen. So erklommen wir nach und nach vom Keller aus alle Stockwerke des Schulgebäudes. Einige Konstruktionen waren so effektiv, dass sie auch diese Höhen problemlos bewältigten.

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Fazit: Gelingt der Spagat zwischen Anforderungen und Fähigkeiten und ist die Herausforderung zusätzlich mit einer eher ungewöhnlichen Aufgabe verknüpft, die die Kreativität herausfordert, sind Spaß und Erfolg garantiert. Wenn man dann in der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung noch auf engagierte Schüler und Kollegen zurückgreifen kann, dann kann nichts mehr schiefgehen.